Barmbeck und Uhlenhorst wollen mehr

Statt Gänsebraten-Festtagsduft steigt den jungen Volleyballern in der Sporthalle Klinikweg Schweißgeruch in die Nasen. Während Volleyball-Deutschland weitgehend passiv ist, rackern die 13- und 14jährigen Netzartisten der Hamburger Turngesellschaft Barmbeck-Uhlenhorst zum Jahreswechsel extra intensiv. „Wir wollen an den Deutschen Meisterschaften im Mai 2018 in Rottenburg teilnehmen„, verrät Trainer Mischa Urbatzka. Als Beachvolleyballer ist Urbatzka Deutscher Meister geworden und kann den Jungs wertvolle Hinweise weit jenseits der Grundtechniken geben. Als Jugendlicher hat er, wie viele aus seiner Trainingsgruppe, in den Hamburger Auswahlteams gespielt, als Jugendlicher bei Erwachsenen mitgespielt und viel Freizeit mit der Anreise zu Wettkämpfen verbracht.

Gute Laune trotz Schweißperlen: HTBubis mit Extra-Aufwand

In wenigen Wochen findet die Hamburger Meisterschaft U16 statt – da müssen wir noch an der Abstimmung in einigen Spielelementen basteln„, blickt Urbatzka voraus. „In den ersten Januartagen legen wir mit der ‚Winter Volleyball Akademie‚ richtig los. Zwei Tage á acht Stunden verbingen wir in der Sporthalle Klinikweg und lassen Bälle fliegen.“ In der grundrenovierten Zweifeldhalle in Barmbek-Süd können die Jungs auf einem Großfeld trainieren und von eifrigen Eltern in einem Gruppenraum verflegt werden. Nebenan, in einer weiteren Sporthalle, ist eine Gruppe Volleyballerinenn der HTBU aktiv. Gemeinsam schmettern die Barmbeker*innen gegen die bösen Wintergeister an. Urbatzka hat den Zeitraum bis zu den Norddeutschen Meisterschaften mit verschiedenen sportlichen Herausforderungen gespickt: Spieltagen in der Bezirksklasse der Männer, die Hamburger Meisterschaften U18 und als ersten ernsthaften Leistungstest am 6. und 7. Januar, die Krone des Nordens.

Das internationale Vorbereitungsturnier findet bereits zum zweiten Mal Anfang Januar in Hamburg statt. In 2018 erstmals in den beiden Großsporthallen Steinhauerdamm und Angerstraße (Nähe U1/3-Haltestelle „Lübecker Straße“). An zwei Tagen ermitteln die spielstärksten Nachwuchsteams aus Norddeutschland mit ausländischen Gästen ihren Champion. Neben den gastgebenden Boys der HTBU, ist der Rissener SV einziges Hamburger Team. Am Start ist das polnische Team aus Ostroda, die dänischen Buben aus Odense, die Mecklenburger Abonnementsmeister aus Schwerin, ein Dutzend Volleyballer aus Potsdam sowie die nordwestdeutschen Schmetterkönige aus Baden und Hannover.

Zwei Tage lang ist die Trainingsgruppe von Mischa Urbatzka herausgefordert, ihr bestes Volleyball zu spielen. „Alle Höhepunkte unserer Saison, die Jugendmeisterschaften, werden in diesem Wochenendformat gespielt. An diesem Rhythmus wollen wir uns gewöhnen, um auch am zweiten Tag konzentriert und Vollgas spielen zu können. Die ‚Krone des Nordens‘ ist eine exellente Gelegenheit gegen jene Teams anzutreten, die wir eventuell auch in Rottenburg treffen„, begründet Urbatzka den anstrengenden Jahresbeginn. „Das coole ist: Die Jungs haben richtig Lust auf die Extra-Schichten, um das große Ziel zu erreichen.Allez les bleus!