Kleine ganz groß

Am Netz: Phillip (der den Sieg versprochen hat), Mika (hinter den jubelnden Armen), Louis (Debütant), Till (unsichtbarer, einziger 2005er), Siar (das Aufschlagwunderkind) und Nick (der Große).

Zwischen bewundernswert strukturiertem Volleyball und vermeintlich unerklärlichen individuellen Fehlern im Spielaufbau, zeigten die Unter 14jährigen Jungen in der zweiten Qualifikationsrunde die gesamte Bandbreite ihre Repertoires. Mit gutem Ende: Den 12jährigen gelang die Qualifikation zum Hamburger Meisterschaft U14.

Im ersten Spiel des Tages gegen das zweite Team der Halstenbeker Turnerschaft lief das Spiel in den gewünschten Bahnen: Fröhliche und stolze Eltern sahen ein solides Aufschlagspiel und gezielte Angriffe der Barmbek-Uhlenhorster. Beim Zwischenstand von 18:11 schien das Event vorbei, bevor es richtig begann. Doch das Team mit den hübschesten Trikots der Stadt, hatte sich eine Adventsüberraschung für die Supporter*innen ausgedacht: Aufschlagfehler, ungenaue Pässe, Netzberührungen – das ganze Gruselkabinett. Der Satz wurde überraschend verloren und irgendwie haben die Spieler den Weg zurück nicht mehr gefunden. Unentspannte Gesichter  auf dem Feld und bei den Eltern – nix konnte die Verkettung negativer Ereignisse stoppen. Folgerichtig bejubelten die Halstenbeker einen ungefährdeten 2:0-Erfolg.

Kurz nach dem unfreiwilligen Adventsgeschenk konnten die HTBU-Spieler wieder ans Netz, um gegen den VfL Geesthacht die vorletzte Chance zur Qualifikation zu nutzen. Diesmal funktionierte fast alles: Mit druckvollen Aufschlägen wurden direkte Punkte erzielt, klug gepritschte Bälle in die freien Zonen des Feldes gepackt und über Punkte laut gejubelt. Geesthacht ahnte schnell, dass die „Kleinen“ heute zwei Nummern zu groß sind. Ein kurzer Aussetzer im ersten Satz, eine scharfe Instruktion von der Seitenlinie und ein höhnisches „Sie werden nervös!“ eines Geesthachter Vaters, irritierten die Jungs von der „guten“ Seite der Alster nicht. In beiden Sätzen wurden alle sechs Mitglieder des HTBU-Reisekaders eingesetzt und trugen mit guten Aktionen zum Ergebnis bei.

Schaffen die „Blauen“ der Geburtsjahrgänge 2006/2007 die großen Erfolge der Jahrgänge 2003/2004 zu wiederholen? Am 20. und 21. Januar geht’s in der Süderelbe-Arena weiter. Das wird ein Spaß!