Drei Chancen, zwei Medaillen

Meisterschaftssaison zweiter Teil

Den Jungen aus Barmbek um Zuspieler Carlo Brüser gelingt die Titelverteidigung in der U16. Das Team um Max Nissen gewinnt Bronze in der U20. Jula Rabe und die U16-Mädchen werden Vierte. Ein insgesamt erfolgreiches Wochenende für Volleyballer*innen aus Barmbek.

Gold um den Hals – heute wird gefeiert: Jakob, Carlo, Benedict, Nick, Nikolas, Jonathan Johnson, Torge, Moritz und Johann

Im Finale der männlichen U16 stand die Halstenbeker TS auf der anderen Netzseite. Wie im Gruppenspiel startete das Team von auswärts blendend in den ersten Satz und und stärkte sein Selbstbewußtsein mit einer 1:7-Führung. Die Barmbeker wachten erst Mitte des Satzes auf. Nach 6:15 waren beide Auszeiten genutzt und das Spiel wurde stabiler. Dennoch: Satzrückstand (19:25). Barmbek war nun sortiert und startete mit einem zwei Punkte-Polster in den zweiten Durchgang. Nikolas und Torge bauten die Führung auf vier Punkte aus (12:8) und Carlo erhöhte auf 9 Punkte Differenz (19:10). Barmbeks dominanteste Phase endete mit einem furiosen 25:14.
Im Entscheidungssatz wieder alles auf Null. Hält Barmbek die Emotionen oder steuert die Lethargie den Körper? Aufschlag für Barmbek, 0:1-Führung für Halstenbek. Barmbek agiert unsortiert und hängt 2:5 hintendran. Carlo und Benedict bleiben kühl, schlagen druckvoll auf und drehen den Satz: 9:6 nach dem Seitenwechsel. Torge übernimmt am Aufschlag, Halstenbek gurkt den Ball irgendwie über Netz und Johnson lädt aus dem 2. Stock ab. Halstenbeks Bester wehrt den Ball viel Mal gegen die Hallendecke ab – 13:8 für Barmbek. Die restlichen Punkte spielen Moritz, Nikolas und die Anderen mit druckvollen Angriffen geduldig heraus. Titelverteidigung gelungen mit 15:11.

Super, dass es den Jungs gelungen ist – trotz erneut desolatem Start – das Ding zu gewinnen. Die psychologische Herausforderung zu meistern und dabei noch strukturiertes und athletisches Volleyball zu spielen, hat das neutrale Publikum beeindruckt. Ich freue mich auf die Norddeutschen Meisterschaften mit der Gruppe und die lang herbeigesehnte Rasur!„, ordnet Trainer Oliver Camp das Erlebte ein.

Mit einem 2:0-Erfolg über die VG Elmshorn (25:21, 25:22) erreichen 2003er das Halbfinale der Hamburger Meisterschaft U20. Das immergrüne Duell mit der Halstenbeker TS ist ein Spiel auf Augenhöhe, wobei Halstenbek das ältere Team auf dem Feld hat – die HTBubis sind als U17 das jüngste Team der Finalrunde. Mit 23:25 und 16:25 verlieren die Barmbeker das Spiel um die Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft. Im abschließendem Spiel um Platz 3 knallen die Barmbeker die letzten Reserven heraus und sichern sich eine Handvoll virtueller Bronze-Medaillen durch einen Tie-Break-Erfolg gegen den Ahrensburger TSV (22:25, 25:11 und 15:12).

Trainer Mischa Urbatzka ist zufrieden: „Wir konnten nur mit sieben Spielern antreten und haben als ‚Küken‘ eine gute Visitenkarte abgegeben. Unsere Spieler haben noch drei Jahre Zeit U20-Meister zu werden. Der heutige Wettkampf wird den Spielern helfen unsere Saisonziele zu erreichen. Insgesamt ist die Zwischenbilanz für die HTBU nach zwei Dritteln der Hamburger Meisterschaften der Jungen gut: Mit drei Meistertiteln sind 50% aller Jugendmeisterschaften für Barmbek gewonnen. Auch bei den noch ausstehenden U12- und U13-Wettkämpfen wollen wir Medaillen gewinnen und die sehr gute Bilanz der letzten Saison noch verbessern.

Die U16-Mädchen von Trainer Jörn Schröder konnten ihre Erfolgsserie vom Samstag nicht fortsetzen. Im Halbfinale zeigte sich die Mädchen des Rissener SV als kompaktere Einheit (20:25 und 18:25) und im abschließenden Spiel um Platz 3 siegte das zweite Team aus Fischbek mit 20:25 und 17:25. Jörn Schröder ist dennoch stolz auf das Team: „Mit zwei stark angeschlagenen Spielerinnen und einer Verletzten, fehlten uns drei Stammkräfte. Diese Chance haben Amira, Lotta und Clara genutzt und die Lücken gut gefüllt. Die Unzufriedenheit mit der Platzierung ist verständlich, weil wir soo nah dran waren – trotz aller Widrigkeiten. Jetzt werden alle gesund und bei den Norddeutschen Meisterschaften greifen wir mit frischem Mut wieder an!

Im Anschluß folgen bildhafte Belege von HTBU-Lieblingsfotograf Patrick Harke – erst Mädchen, dann Jungen.

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